Leseproben  © Patricia Falkenburg 
  In der Stadt.  Augen tauchen  Pupillen geweitet  Ins Dunkel der Unterführung.  Stets trafen sie dort  Auf den Unbehausten,  Den Schlafenden,  Den Rücken an der kalten Wand.  Hände geben. Hände  Halten zurück. Füße  Sehen nicht. Aber das  Licht liegt heute  In Scherben. Kantig zwischen  Verworfenen Coffee-to-go-Bechern und  Zu früh verwelktem Laub.  Zerteilt Fahrradschatten  In Reifenschwärze und Blendung.  Augen forschen durch Unrat,  Finden Licht.    Fliegenfischen.  Ich werfe Worte aus  An feinen Schren.  Wie Angeln.  Vielleicht,  Dass ein Verstehen  Anbeißt.    Verborgen.  Ich niste in einer Rose.  Ihren Morgentau atme ich  Aus meinem Haar.  Bekleidet nur mit ihrem Duft  Berge ich meinen Schmerz  Mit mir  In ihrem Geheimnis.  Nur in einer Rose  Nisten.